Kathmandu mit tollen Gesichtern und Gorkhã mit atemberaubenden Landschaften

Nach einem entspannten Flug mit Etihad erst nach Abu Dhabi und dann nach Kathmandu ist man schnell die ersten 40 $ pro Person für das Visum los.

Dann rein ins Getümmel. Das Verständnis eines NO scheint bei nepalesischen Taxifahrern nicht ganz klar zu sein. 🙂 Nach einigen Minuten Diskussion und Handeln geht es dann mit einem Kleinstauto für umgerechnet 7 € (was immer noch viel zu viel ist) ins Zentrum von Kathmandu. Dort gestaltet sich die Suche nach der gebuchten Airbnb-Unterkunft sehr schwierig. Es gibt dort keine Hausnummern. Es ist unmöglich etwas in den kleinen Gassen zu finden, so hilft nur ein Anruf beim Gastgeber Hemraj.
Seine Unterkunft, ein kleines Haus mit drei Zimmern. In einem Zimmer spielen die zwei kleinen Kinder, in dem anderen schlafen Hemraj und seine Frau und das dritte Zimmer ist jenes für die Gäste. Ein dunkles Zimmer mit einem Doppelbett, einem Metallschrank für Akten und einem Tisch. Das kleine Badezimmer ist spärlich eingerichtet, eine Toilette, ein Wasserhahn und ein Eimer, um die Toilette zu spülen, da fließendes Wasser in Nepal nicht zur Selbstverständlichkeit zählt.

Am ersten Abend lädt Hemrajs Frau zum Essen ein, das typisch nepalesische Dal Bhat wird serviert und es entstehen interessante Gespräche über das Land und die Kultur.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen in einer französischen Bäckerei (in der es alles von Chinesisch über Französisch bis hin zu italienischem Kaffee mit Sojamilch gibt) bieten sich in den Gassen von Kathmandu viele spannende, lustige, ungewöhnliche und bewegende Straßenszenen. In jeder Gasse riecht es anders, Gerüche von fremden Gewürzen steigen in die Nase.

Farbenfrohe Märkte, bunte Gewänder und wundervolle Gesichter geben sich beim Durchlaufen der Wege die Klinke in die Hand. Die Menschen sind aufgeschlossen und viele haben kein Problem damit, in ihrer Alltagstätigkeit fotografiert zu werden. Durch den offenen Kontakt entstehen ganz besondere und spannende Gesichtsausdrücke und direkte Kommunikation zwischen Model und Kamera.

Besonders beeindruckend sind die kleinen religiösen Riten, die fast überall auf der Straße an kleinen Tempeln und Altären stattfinden.

Dazu gehört auch die Verbrennung der Toten im hinduistischen Tempel Pashupatinath. In der großen Tempelanlage werden die Toten im Beisein der Familienangehörigen verbrannt. Beeindruckende Momente einer für uns fremden Zeremonie. Der Geruch von verbrannter Haut und Haaren liegt in der Luft, eine große schwarze Rauchwolke steigt senkrecht empor.Verbrennung von TotenKathmandu Leichenverbrennung

Nach diesem Erlebnis beginnt die Suche nach einem Imbiss. Mehrere Blicke in kleine Buden von Straßenhändlern und Straßenimbissen später, tut sich eine kleine neonbeleuchtete Kneipe auf, in der wundervoll schmeckendes, nepalesisches Essen auf uns wartet. Die anderen Gäste sind, wie viele Nepalesen, sehr interessiert an unserer Herkunft und schnell wird dann Fußball zum Thema. Nach einer unbedeutenden Rechnung und sehr leckeren MO:MOs wartete das saubere Hema-Hotelzimmer mit fließendem Wasser.

Nach einem völlig überschärften Kinder spielen in Nepalindischen Frühstück geht es mit dem Taxi weiter zu einem kleinen unscheinbaren Busbahnhof, wo es für 3 € mit dem lokalen Bus in das etwa 100 km entfernte Gorkhã, geht. Wegen der schlechten Straßenverhältnisse hat man das Gefühl, man sitzt auf einem Rodeobullen, doch geht es teilweise nur mit Schrittgeschwindigkeit durch die Berge.

In dem kleinen Dorf Gorkhã (1100 m) angekommen gibt es ein überschauliches Zimmer für 7 € die Nacht. Eine mit Stroh gefüllte Matratze, ein Plumpsklo (Loch im Boden) und ein Wasserhahn aus der Wand musste für diese Nacht reichen…

Früh morgens wartet der steile Weg zum Gorkhã Durbar (1370 m), ein sehr heiliger Frau wandert durch NebelOrt in Nepal auf einem Berg. Hier residiert die tantrische Göttin Kalika. Der Aufstieg führt durch kleine Bergdörfer. Die Stimmung beim Durchqueren der kleinen Gassen, der Einblick in sehr altertümliche Häuser und der Blick über das Himalaya-Gebirge auf dem Gipfel des Tempels sind einfach atemberaubend (im wahrsten Sinne des Wortes, nach etwa 1500 Treppenstufen). Man konnte religiösen Zeremonien beiwohnen und viele interessante Details beobachten…


One thought on “Nepal – Kathmandu und Gorkhã

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