Tokyo – Eine Reise mit Ausdauer

Mein letzter Trip nach Argentinien hat diese Reise nach nach Tokyo bezüglich des Gepäck wirklich beeinflusst. Oh mein Gott…. Was hatte ich in Argentinien alles mit mir herumgeschleppt… Mehr dazu im Bericht über Argentinien. Jedenfalls musste einiges an Gepäck weichen, sodass ich ganz bequem mit Handgepäck für 2 Wochen verreisen konnte.
Den Flug nach Tokyo habe ich bereits vor einem Jahr über Flugladen.de gebucht… Hin und Rückflug für ganze 196 EUR inkl. aller Gebühren! Der Hinflug begann in Pisa, der Rückflug endet in Rom. Zwischenstopps waren auf dem Hinflug in Rom und Moskau und auf dem Rückflug nur in Moskau.
Nun stand ich lange vor dem Rätsel, wie ich nach Pisa kommen, die naheliegenste Idee war mit einem Ryanairflüg von Düsseldorf Weeze nach Pisa zu fliegen um dann die Reise anzutreten. Doch leider fliegt Ryanair diese Strecke nicht von Weeze, die nächste Möglichkeit war Brüssel… :-/ Also mit dem Auto zuerst nach Brüssel, kurz Sightseeing in Brügge, dann weiter zur Airbnb-Unterkunft nahe des Flughafens Charleroi. Die Unterkunft lag in einem kleinen Ort an einem Gewerbegebiet. Es gab dort nicht viel aber Schaufenster in denen halbnackte Frauen saßen während Autos und die Straßenbahn vorbeirauschte.
Am nächsten morgen ging es dann wirklich fast los. Vorsicht! Am Flughafen Charleroi nahe Brüssel gibt es keine Möglichkeit auch nur kurz zum Aussteigen davor zu halten, man muss ein Ticket ziehen und ist somit mal wieder 1 EUR quit.
Dann ging es mit natürlich viel zu viel und viel zu schwerem Handgepäck nach Pisa… Alles muss nun mal mit… Laptop, Kamera (wobei es nun eine abgespeckte Variante für Reisen gibt), ein paar Lebensmittel und auch noch was zum Anziehen.
In Pisa am Internationalen Flughafen G. Galilei angekommen ging es dann zur zwei Minuten entfernten Unterkunft. Der Flughafen liegt so nah an der Stadt, dass es wirklich direkt vor dem Flughafen B&B und Hostels gibt.
Die Sachen abgestellt und rein in die Innenstadt, was 30 Minuten zu Fuß waren. Viel gibt es wirklich nicht in Pisa zu sehen… Doch am Morgen (ich landete 7.30 Uhr) hatte die Stadt eine ganz besondere Stimmung. Viele Läden waren noch zu und es waren wenige Leute unterwegs und die wenigen die auf der Strasse waren, strahlten die italienische Gelassenheit aus.
Morgens in Pisa

Bei strahlenden Sonnenschein und einer angenehmen Wärme schaute ich mir den schiefen Turm von Pisa und die umliegenden Sehenswürdigkeiten an. Pisa ist eine saubere, gar nicht so große Stadt die einen ganz besonderen Flair hat. An den touristischen Attraktionen war natürlich viel los, doch überall sieht man Italiener die einfach entspannt ihren Kaffee trinken. Und ich glaube Italiener werden mit Sonnenbrille geboren. Auch wenn keine Sonne scheint… der Italiener trägt Sonnenbrille.

Unbedingt das wilde Treiben vor dem Schiefen Turm von Pisa betrachten! Jede Minute werde unzählige Selfies und Fotos gemacht bei denen irgendwelche Leute sich „gegen den Turm stützen“ oder „an ihm Lecken“.
Noch ein paar Stunden schlafen und dann geht es auch schon 5.30 Uhr zum Flughafen. Der Online-Check-in war etwas kompliziert und funktionierte letztendlich auch nicht…. 3 Flüge mit 2 Fluggesellschaften… Ich habe dann am Schalter eingecheckt. Und dann ging es endlich los. Erst eine kurze Strecke nach Rom, dort dann umsteigen um mit Aeroflot nach Moskau und dann weiter nach Tokyo zu fliegen. Aeroflot ist durchaus für Langstreckenflüge zu empfehlen und zum Gesamtpreis von 196 EUR kann man nichts sagen. Der Zwischenstop in Moskau war leider länger als gedacht, da das erste Flugzeug einen defekt hatte, den die Crew erst während des Starts feststellten.
Dann 2 Stunden später, mehrere Plastikbecher Wein später endlich in Tokyo gelandet, zuvor noch das Einreiseformular ausgefüllt und dann zur Emigration – ein weiterer Stempel im Pass.
Nun heißt es erst einmal orientieren, Bargeld abheben an einem der viele ATMs. Die DKB-VISA eignet sich perfekt. Zunächst gar nicht so einfach sich zu orientieren, doch wenn man erstmal die japanischen Schriftzeichen ausgeblendet hat und sich aufs Englisch konzentriert, dann geht es.
Für Touristen ist diePASMO-Karte für die Öffis das Mittel der Wahl. Eine Karte mit der man alle U-Bahnen und die meisten Züge in Tokyo nehmen kann. Am besten lässt man sich vom Bahnhofspersonal am Flughafen helfen, dort wird auch Englisch gesprochen. Die PASMO-Karte ist eine Chipkarte, auf die man an den Automaten die an jeder Metrostation stehen, mit Bargeld aufladen kann. Dann geht man durch die Schranke, legt die Karte auf das NFC-Feld und nimmt die gewünschte Linie. Dasselbe passiert beim herausgehen. Es wird immer angezeigt, wie viel die Fahrt gekostet hat und wie viel Guthaben noch auf der Karte ist.
In den Metrostationen stehen vereinzelt Getränke- und Eisautomaten an den man auch mit der PASMO-Karte zahlen kann. Zudem kann man sie als Zahlungsmittel im Kiosk, Restaurants und vereinzelt auch in anderen Geschäften nutzen. PRAKTISCH!
Der internationale Flughafen Narita liegt sehr außerhalb, deshalb musste man mit dem Zug ca. 1 Stunde nach Tokyo fahren.

Das Unterkunftsziel war eine Airbnb-Wohnung (7 Nächte – 400 EUR, ganze Unterkunft mit kleinem Balkon, 2 Fahrrädern, Wifi und ein mobiler Wifi-Router mit 10GB) im Bunkyo District, eine schöne und ruhige Gegend, jedoch ist man schnell mit der Metro oder mit dem Rad an den Hotspots in Tokyo. Das Fahrrad ist durchaus ein gutes Fortbewegungsmittel im Linksverkehr, überall gibt es Fahrradwege und die Autofahrer sind zurückhaltend und vorsichtig.

Die Verständigung in Tokyo war sehr schwierig, jedoch war das Klarkommen in Tokyo überhaupt kein Problem. Japan ist ein sehr organisiertes Land, die Menschen sind sehr hilfsbereit, strengen sich an (wenn man sie fragt) zu helfen. In Restaurants, Bars sind oft Getränke und Gerichte abgebildet. Also einfach daraufzeigen, was man haben möchte…

Ganz merkwürdig war, dass z.B. Morgens zur Rush Hour die Metro komplett voll war, jedoch niemand, wirklich niemand redete, niemand telefonierte oder hörte zu laut Musik. Es war mucksmäuschenstill, die einzige Stimme die

Shibuya

man hörte war die Ansage der Stationen. Ältere Männer spielten auf dem Smartphone oder lesen Mangas. Total kurios. Ebenso war es oft auf den vollen Strassen, macht man die Augen zu könnte es auch ein Strand ohne Menschen sein könnte, die fahrenden Autos das Rauschen des Meeres. Eine der größten Städte der Welt und man fühlte sich dennoch sehr gut aufgehoben und auch sicher. Die Menschen in der Metro z.B. haben ihre Aktentaschen auf die sitze gelegt oder sie über deren Köpfe auf den Ablagen verstaut.

Die Hotspots & Highlights

Sushi essen auf dem Fischmarkt – Überall möglich, doch am Tsukiji-Fischmarkt

Fischmarkt Tokyo – Der Thunfisch wird zerlegt

besonders frisch! Um satt zu werden 25 EUR pro Person. Kein Trinkgeld geben! Der Markt ist für Besucher ab 9 Uhr zu betreten und ist umringt von kleinen Restaurants. Dort kann man Fisch in diversen

Ausführungen genießen. Das wilde Treiben auf dem Fischmarkt mitzuerleben und die Thunfischauktionen am Morgen mitzuerleben ist ein Erlebnis!

Nachts durch Shibuja torkeln – Shibuja ist Tokyos Vergnügungsmeile Frauen stehen vor einem Spielautomaten in Tokyomit Spielhallen, Bars, Discos aber auch Striplokale und Tabledance. Ein kurzer Besuch in einem japanischen „DVD-Shop“ lohnt. Je höher das Stockwerk, je abartiger.
Kostenlos Tokyo von oben – Im Rathausgebäude gibt es eine Platform, von der man Tokyo von oben sehen kann. Bei gutem Wetter ein endloser Blick über die Stadt. (Auch am Sonntag offen)
Harkone & Fuji – Es gibt ein Ticket Fuji Mountain in Japan Vulkanfür 2 Tage in Harkone, inkl. Fahrt dort hin und Fortbewegung in dem Ort. Von dort aus kann man bei gutem Wetter den Vulkan Fuji sehen. Absolut sehenswert! Jedoch ist die Gegend sehr Touristisch und nicht ganz günstig.
 Diese Stadt und die Umgebung versprühte eine ganz besondere Stimmung und Ruhe! Man fühlt sich sehr wohl im Kreis der Japaner wenn man deren Gastfreundlichkeit zu schätzen weiß.
Das geschulte Reiseauge findet überall etwas interessantes zu entdecken, Tokyo bieten für jeden Geschmack etwas und man kann sich den ganzen Tag gut in dieser Stadt aufhalten, ohne sich erdrückt zu fühlen.
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